Was kann man gegen Hausstaubmilben tun?

Wenn du diesen Beitrag liest, besteht die Möglichkeit, dass du oder jemand, den du kennst, an einer Hausstaubmilbenallergie leiden. Nach Angaben der Asthma- und Allergiestiftung sind Hausstaubmilben weltweit eine der Hauptursachen für Asthma und allergische Symptome. Aber was kann man gegen diese winzigen Tierchen tun? In diesem Blogbeitrag stellen wir dir einige Möglichkeiten vor, wie du dich gegen Hausstaubmilben wehren und ihre Auswirkungen auf dein Leben verringern kannst.

8 kurze Tipps gegen Hausstaubmilben

Hausstaubmilben können auf unterschiedliche Weisen beseitigt werden. Die effektivsten Maßnahmen sind dabei die folgenden:

  1. spezielle Bettwäsche für Hausstauballergiker nutzen
  2. Schlafzimmer regelmäßig lüften
  3. Bettwäsche einmal pro Woche wechseln
  4. Wäsche und besonders Bettwäsche mit 60 °C waschen
  5. regelmäßig staubsaugen
  6. Luftfilter mit Hepa-Filter verwenden
  7. Staubsauger mit Hepa-Filter nutzen
  8. Couch oder Sofa mit Leder- oder Mikrofaserbezug statt Stoffbezug kaufen

Hausstaubmilben setzen sich sehr schnell in den Kissen, Decken und Matratzen fest. So existiert kaum einen Haushalt, in dem diese noch nie vorhanden waren. Doch es gibt einige praktische Tipps und Tricks, mit denen sich die ungewünschten Quälgeister vertreiben lassen. Diese werden im folgenden Artikel genauer vorgestellt. Ganz besonders dann, wenn bereits eine Allergie besteht, gilt es schnell zu handeln.

So sehen die Hausstaubmilben aus – man kann sie jedoch ohne Mikroskop nicht erkennen, da sie nur den Bruchteil eines Millimeters groß sind (Foto: Depositphotos).
So sehen die Hausstaubmilben aus – man kann sie jedoch ohne Mikroskop nicht erkennen, da sie nur den Bruchteil eines Millimeters groß sind (Foto: Depositphotos).

Was sind Hausstaubmilben und wie vermehren sie sich?

Es gibt unterschiedliche Arten der Hausstaubmilbe. Die kleinen Tiere sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Denn sie sind gerade einmal 0,1 bis 0,5 mm groß. Zudem haben sie Tiere auch noch eine weißliche Färbung. Wer sie mit einer Lupe oder einem Mikroskop betrachtet, erkennt, dass sie über acht Beine verfügen. Die Milben ernähren sich vorwiegend von organischen Bestandteilen des ganz normalen Hausstaubes. In diesem befinden sich unter anderem auch Haare und Hautschuppen.

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Damit sie ungestört leben können, brauchen die spinnenartigen Tiere warme und am besten auch feuchte Bedingungen. Und genau diese finden sie zumeist in den Matratzen, Kissen und auch Bettdecken vor. Durchschnittlich leben Hausstaubmilben ungefähr vier Monate. Sie vermehren sich recht schnell, wenn man nicht aktiv gegen sie vorgeht.

Die Fortpflanzung geschieht zumeist zwischen den Monaten Mai und Oktober. Denn in dieser Zeit heizen wir weniger und es herrscht eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit vor. Die weiblichen Milben legen pro Tag ein oder zwei Eier ab und aus diesen schlüpfen dann die Larven. Die sogenannte Generationsfolge geschieht in ungefähr zehn Tagen und es kommt zu einer massenhaften Vermehrung.

Die Milben leben besonders gerne in unseren Betten, denn dort haben sie die perfekte Lebensumgebung und auch noch unbegrenzt Futter – nämlich unsere Hautschuppen (Foto: Unsplash).
Die Milben leben besonders gerne in unseren Betten, denn dort haben sie die perfekte Lebensumgebung und auch noch unbegrenzt Futter – nämlich unsere Hautschuppen (Foto: Unsplash).

Unsere Tipps im Einzelnen

Spezielle Bettbezüge für Hausstauballergiker verwenden

Die erste Maßnahme ist es, auf den Betten sogenannte Encasings zu verwenden. Dabei handelt es sich um spezielle entwickelte Bezüge für Hausstauballergiker. Zudem stellen sie eine sehr praktische Barriere für die kleinen Tiere dar, sodass diese nicht mehr zu dem Verwender vordringen können. Stattdessen bleiben sie entweder im Bettbezug oder in der Matratze. Sehr häufig ist deren Kot der Auslöser für eine solche Allergie. Durch die Encasings wird auch dieser nicht mehr versehentlich berührt. Damit sie möglichst effektiv genutzt werden können, werden die Bezüge spätestens nach drei Monaten gewaschen.

Schlafzimmer regelmäßig lüften

Eine weitere sehr effektive Maßnahme, die gegen Hausstaubmilben hilft, es ist, die Wohnung und vor allem das Schlafzimmer einmal oder zweimal am Tag richtig zu lüften. Dadurch wird die Luftfeuchtigkeit gesenkt und gering gehalten. Damit finden die Hausstaubmilben nicht mehr die idealen, möglichst warmen und feuchten Bedingungen vor, die sie zum Leben benötigen.

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Einmal die Woche die Bettwäsche wechseln

Die Bettwäsche wird einmal in der Woche gewechselt. Anschließend sollte sie bei 60 Grad in der Maschine gereinigt werden. Dadurch sterben die Milben ab und mit der Zeit ist das Bett nicht mehr von den Quälgeistern befallen.

Beim Waschen sollte man die Temperatur auf 60 °C stellen, damit die Milben den Waschvorgang nicht überleben.
Beim Waschen sollte man die Temperatur auf 60 °C stellen, damit die Milben den Waschvorgang nicht überleben.

Regelmäßig staubsaugen

Durch ein regelmäßiges Staubsaugen lässt sich verhindern, dass sich die Milben immer weiter ausbreiten. Es gibt spezielle Staubsauger, die für Allergiker entwickelt wurden. Dabei kommt ein sogenannter Hepa-Filter zum Einsatz, der auch sehr feine Partikel aus der Abluft filtert.

Alternativ kann ein sogenannter Milbensauger verwendet werden. Er lockert den Milbenkot sowie auch die Tiere selbst durch rotierende Bürsten. Dadurch lässt sich beides einfacher beseitigen. Ein guter Milbensauger sollte über einen Mikrofilter verfügen. Durch ihn werden die Milben und der Kot beim nächsten Saugen nicht wieder in die Luft abgegeben.

Eine andere gute Anschaffung sind Staubsaugroboter. Diese kann man regelmäßig durch die Wohnung schicken und damit quasi täglich Staubsaugen – natürlich ohne die lästige Arbeit selbst zu machen. Wenn man sich solch ein Gerät anschafft, ist es wichtig darauf zu achten, dass es mit einem Hepa-Filter ausgestattet ist, damit auch Pollen und andere Kleinstpartikel aufgefangen werden.

Ich persönlich schwöre auf Geräte, die mit einer Auto-Entleerungsstation kommen und so auch größere Wohnflächen mit vielen Tierhaaren komplett ohne Eingriff des Benutzers reinigen können. Der Roboter fährt dann alle 10 bis 20 Minuten zum Dock und lässt den eingesammelten Staub von der Station absaugen.

Staubsaugroboter sind perfekt, wenn man regelmäßig saugen möchte, aber selbst nicht die Zeit oder Motivation dafür hat.
Staubsaugroboter sind perfekt, wenn man regelmäßig saugen möchte, aber selbst nicht die Zeit oder Motivation dafür hat.

Leder- oder Mikrofaserbezüge anstatt Stoffbezüge auf dem Sofa verwenden

Auf einem Ledersofa können sich die Milben nicht niederlassen und damit auch nicht vermehren. Somit eignen sich diese deutlich besser als Modelle mit Stoffbezügen. Letztere stellen eine ausgezeichnete Lebensgrundlage für die Tiere dar, da sie feinporige Oberflächen bevorzugen. Doch man muss sich keineswegs direkt ein neues Ledersofa kaufen. Stattdessen kann man alternativ zu einem deutlich günstigeren Modell aus Mikrofaser greifen. Denn auch dieses Material ist sehr engmaschig und verhindert, dass die Tiere sich ansiedeln.

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Regelmäßig die Kuscheltiere der Kinder waschen

Hausstaubmilben fühlen sich unter anderem auch in Kuscheltieren der Kinder sehr wohl. Daher sollten auch diese regelmäßig gewaschen werden. So lässt sich vermeiden, dass sie sich vermehren und es zu einer Massenpopulation kommt.

Häufiges Wischen von Flächen und anderen Bereichen, auf denen sich der Staub sammelt, ist ein Tipp, der verhindert, dass sich dieser Staub weiter verteilt.
Häufiges Wischen von Flächen und anderen Bereichen, auf denen sich der Staub sammelt, ist ein Tipp, der verhindert, dass sich dieser Staub weiter verteilt.

Möglichst wenig Staubfänger aufstellen

Eine weitere sehr gute Maßnahme gegen Hausstaubmilben ist es, möglichst wenig Staubfänger aufzustellen und aufzuhängen. Dazu gehören Teppiche, Vorhänge, Dekorationsgegenstände und einige weitere Produkte. Wenn diese aus Stoff bestehen und in einem Raum aufgestellt oder aufgehängt werden, in dem regelmäßig eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht und in dem es warm ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Hausstaubmilben genau dort niederlassen. Um das zu verhindern, werden daher nur die wichtigsten Dekorationsgegenstände genutzt.

Fazit

Wenn du oder ein dir nahestehender Mensch an Asthma, Allergien, Ekzemen oder anderen Atemwegsproblemen leidet, lohnt es sich, nach Möglichkeiten zu suchen, die Belastung durch Hausstaubmilben zu verringern. Es gibt zwar kein Patentrezept, um diese lästigen Viecher komplett auszurotten, aber wenn du ein paar einfache Schritte befolgst, kannst du ihre Zahl in deinem Zuhause reduzieren und deine Lebensqualität verbessern.